Robust trotz Gegenwind Die globale Konjunktur zeigt sich trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten robust. Während sich Europa und die Schweiz erholen und die USA von Investitionen sowie einem stabilen Arbeitsmarkt getragen werden, bleibt China zweigeteilt. An den Finanzmärkten prägen hohe Zinsen, Währungsbewegungen und unterschiedliche Wachstumsperspektiven das Bild. Vor diesem Hintergrund bleibt die Positionierung über die verschiedenen Anlageklassen hinweg ausgewogen, mit gezielten Akzenten bei Aktien und indirekten Immobilienanlagen. Die globale Konjunkturlage präsentiert sich zurzeit recht robust, auch wenn die geopolitische Situation keine wirkliche Entspannung aufweist. Das wirtschaftliche Momentum der Eurozone sowie der Schweiz hat sich erholt. Dies äussert sich speziell in der stärkeren Konsumentenstimmung. Die Eurozone, besonders Deutschland, zeigt eine anziehende Exportdynamik dank dem tieferen Euro gegenüber dem US-Dollar. Die US-Wirtschaft scheint zwar gegenüber dem ersten Quartal weniger stark, aber die Kapitalinvestitionen sowie eine im historischen Vergleich niedrige Arbeitslosigkeit unterstützen das Wachstum. Die chinesische Konjunktur profitiert von kräftigen Exporten von Technologieprodukten und Elektroautos, während die Binnenwirtschaft nach wie vor vom schwachen Immobiliensektor geprägt ist.WährungenDer US-Dollar und der Euro legten zuletzt gegenüber dem Schweizer Franken zu und erreichten zeitweise die höchsten Niveaus seit rund einem Jahr. Der Dollar profitierte von der robusten US-Konjunktur und höheren Zinsen. Langfristig sprechen jedoch die tiefe Schweizer Inflation, solide Staatsfinanzen und strukturelle Faktoren weiterhin für einen starken Franken.ObligationenDie Erwartungen an weitere Zinsschritte der US-Notenbank Fed haben sich nach dem schwächeren Arbeitsmarktbericht zuletzt abgeschwächt. Entsprechend stabilisierten sich die Realrenditen, nachdem die Renditen zehnjähriger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen zuvor nahe dem höchsten Niveau seit Jahren notiert hatten. In der Schweiz ist der Inflationsdruck geringer, weshalb die Zinsen weniger stark gestiegen sind. Während zu Jahresbeginn vor allem die Aussicht auf höhere Leitzinsen die Realrenditen nach oben trieb, rückt inzwischen die angespannte Finanzlage der USA und weiterer Staaten stärker in den Fokus. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen haben sich insgesamt jedoch kaum bewegt, da der überwiegende Teil der Emittenten weiterhin sehr solide aufgestellt ist. Wir halten weiterhin an unserem taktischen Untergewicht bei Obligationen fest und haben eine kürzere Durationspositionierung im Vergleich zum Benchmark. TAA Ausgewogen CHFImmobilienDer Schweizer Immobilienmarkt bleibt robust, getragen von der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum. Das weiterhin tiefe Zinsniveau sorgt für günstige Rahmenbedingungen für indirekte Immobilienanlagen. Gleichzeitig begrenzen hohe Bewertungen und das inzwischen geringere Renditepotenzial den weiteren Aufwärtsspielraum. Attraktiv bleiben insbesondere gut diversifizierte Fonds mit hohem Wohnanteil und solider Verschuldung. Die erwartete Rendite liegt klar über jener von Obligationen, während die Bewertungen gegenüber Aktien noch Aufholpotenzial bergen. Zudem bieten stabile Mieterträge und die defensive Ausrichtung eine attraktive Ergänzung im Portfolio. Daher halten wir an unserem Übergewicht bei Schweizer Immobilien fest.AktienSchweizer Aktien bleiben ein attraktiver Bestandteil des Portfolios. Die hohe Qualität vieler Unternehmen und die defensive Branchenstruktur sprechen weiterhin für den Schweizer Markt. Gleichzeitig sorgen geopolitische Risiken, höhere Energiepreise und Unsicherheiten bei den Zinsen für ein anspruchsvolles Umfeld. Small und Mid Caps haben sich zuletzt besser entwickelt als die grosskapitalisierten Unternehmen und bleiben selektiv attraktiv. Die USA bleiben die wichtigste globale Wachstumslokomotive. Besonders Unternehmen mit Bezug zu künstlicher Intelligenz zeigen eine dynamische Gewinnentwicklung. Die hohen Bewertungen machen den US-Markt jedoch anfällig für Enttäuschungen. Europa entwickelt sich operativ solide, es bleibt beim Gewinnwachstum zwar hinter den USA zurück, ist jedoch deutlich günstiger bewertet. Wir bleiben insgesamt bei einer neutralen Aktienposition. Im Schweizer Teil setzen wir weiterhin auf klein- und mittelkapitalisierte Unternehmen. Im globalen Teil liegt der Fokus auf US-amerikanischen Aktien mit geringer Volatilität, die sich bei einer möglichen Marktkonsolidierung voraussichtlich stabiler entwickeln dürften.RohstoffeGold entwickelte sich im vergangenen Monat erfreulich und stieg deutlich an. Unterstützt wurde der Preis insbesondere durch den schwächeren US-Dollar sowie die Nachfrage nach Gold als Wertspeicher. Auch geopolitische und konjunkturelle Unsicherheiten wirken unterstützend. Gleichzeitig bleiben hohe Realzinsen und eine restriktive Geldpolitik wichtige Risikofaktoren. Die übrigen Rohstoffmärkte entwickelten sich unterschiedlich. Edel- und Industriemetalle profitierten von einer robusten Nachfrage, während der Energiesektor von erhöhter Volatilität geprägt war. Entscheidend bleiben die Entwicklungen von US-Dollar und Realzinsen sowie die chinesische Nachfrage. Wir behalten unsere neutrale Position bei Gold und Gesamtrohstoffen bei. Bei einer entsprechenden Entwicklung an den Rohstoffmärkten würden wir eine Anpassung der Gesamtrohstoffposition prüfen.PrivatmärkteDie Privatmärkte bleiben trotz gradueller Stabilisierung ein selektives Umfeld. Kapitalzuflüsse konzentrieren sich weiterhin auf etablierte Manager mit überzeugenden Erfolgsbilanzen. Im Bereich Private Equity zeichnet sich eine Erholung ab, auch wenn Investoren weiterhin diszipliniert agieren und Bewertungen kritisch prüfen. KI bleibt ein wichtiger Treiber der Investmentlandschaft, wobei nachhaltige Wertschöpfung von der erfolgreichen Umsetzung neuer Geschäftsmodelle abhängt. Bei Private Credit bleibt das Umfeld attraktiv, getragen von robusten Kreditmärkten und verbesserten Renditechancen. Eine sorgfältige Prüfung der Investitionen, Transparenz und die Auswahl der richtigen Manager gewinnen weiter an Bedeutung. Wir halten an der bestehenden Allokation fest.Digitale VermögenswerteDer Kryptomarkt hat sich weiter stabilisiert und zuletzt erste Anzeichen einer Erholung gezeigt. Positiv zu werten ist insbesondere, dass Bitcoin erstmals seit mehreren Monaten wieder über seinem 200-Tage-Durchschnitt notiert. Gleichzeitig bleiben die Fundamentaldaten gemischt: Bitcoin-Miner sorgen weiterhin für Verkaufsdruck, unter anderem zur Finanzierung von KI-Investitionen, während die ETF-Zuflüsse leicht positiv und die Spot-Handelsvolumen weiterhin verhalten sind. Vor dem Hintergrund der historisch schwächeren Saisonalität im September halten wir vorübergehend an unserer neutralen Gewichtung fest.TAA Plus Ausgewogen CHF Strategiemodul Plus Das Strategiemodul Plus erweitert die klassische Anlagestrategie um aufstrebende alternative Anlageklassen wie Privatmarktanlagen und Krypto-Assets. Dies verbessert das Rendite-Risiko-Profil und bietet ein einzigartiges Angebot auf dem Markt. Das Strategiemodul Plus basiert auf der strategischen und taktischen Asset-Allokation des erfahrenen Anlageausschusses, der monatlich die Finanzmärkte analysiert, Chancen identifiziert und die Allokation optimal anpasst. Zum Strategiemodul Plus Kontaktieren Sie eine Kundenberaterin oder einen Kundenberater für weitere Informationen. Jetzt kontaktieren Anlagepolitik September 2026 Wichtige rechtliche Hinweise: Diese Publikation dient ausschliesslich zu Informations- und Marketingzwecken und ist nicht auf die Herbeiführung eines Vertragsschlusses gerichtet, sondern enthält lediglich Markt- und Anlagekommentare von Maerki Baumann & Co. AG sowie eine Einschätzung zu ausgewählten Finanzinstrumenten. Somit stellt diese Publikation keine Anlageberatung oder individuell-konkrete Anlageempfehlung sowie kein Angebot für den Erwerb oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Maerki Baumann & Co. AG erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung. Im Weiteren übernimmt Maerki Baumann & Co. 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